Zurück in einem anderen Deutschland

„Vaterland“ ist der Film, über den Deutschland spricht: Die Schrecken der Vergangenheit sind noch nicht verarbeitet, da wird längst schon um die Zukunft gefochten. „Der neue Film von Pawel Pawlikowski entfaltet sich aus diesem Zustand heraus: Erika Mann (Sandra Hüller)  reist darin im Jahr 1949 gemeinsam mit ihrem Vater Thomas Mann (Hanns Zischler) durch die verschiedenen Teile Deutschlands. Tatsächlich unternahm der Literaturnobelpreisträger die Reise aus dem amerikanischen Exil gemeinsam mit seiner Ehefrau Katia Mann. Erika hingegen blieb der Fahrt aus Skepsis fern, und ihr Bruder Klaus der im Prolog des Films mit seiner Schwester telefoniert, einsam und voller Bitterkeit auf die Welt und die Zeiten blickt, war bereits tot, als der Vater in die einstige Heimat zurückkehrte.

Filmtipp des Monats: 30. November, 04. Dezember

Immer freitags und mittwochs um 19.30 Uhr

Oktober

Hier stimmt alles: Der Ton, der Text und das Ensemble. Was erfüllt einen schönen Kinoabend mehr als diese Wohlfühl-Komödie mit liebenswerten Charakteren und viel klassischer Musikuntermalung?

Hier stimmt alles: Der Ton, der Text und das Ensemble. Was erfüllt einen schönen Kinoabend mehr als diese Wohlfühl-Komödie mit liebenswerten Charakteren und viel klassischer Musikuntermalung?

Thomas Mann, der bedeutendste deutsche Schriftsteller seiner Zeit, kehrt aus dem Zwangsexil ins Nachkriegsdeutschland zurück. Die Nazis trachteten ihm nach dem Leben. Jetzt, wo sie geschlagen sind, gibt es nur noch Ruinen und kaum noch Leben.

November

Thomas Mann, der bedeutendste deutsche Schriftsteller seiner Zeit, kehrt aus dem Zwangsexil ins Nachkriegsdeutschland zurück. Die Nazis trachteten ihm nach dem Leben. Jetzt, wo sie geschlagen sind, gibt es nur noch Ruinen und kaum noch Leben.

Er ist der letzte Überlebende des Holocaust in Ostfriesland, als Albrecht Weinberg 2025 mit genau 100 Jahren über den Terror gegen die Juden spricht. Ein beeindruckende Dokumentation aus Anlass des Gedenktages 9. November.

Er ist der letzte Überlebende des Holocaust in Ostfriesland, als Albrecht Weinberg 2025 mit genau 100 Jahren über den Terror gegen die Juden spricht. Ein beeindruckende Dokumentation aus Anlass des Gedenktages 9. November.

Urkomisch, aber auch hin und wieder ein Lachen, das im Halse stecken bleibt. Eine Komödie um die alte Frage, wer ist normaler als die Normalen?

Urkomisch, aber auch hin und wieder ein Lachen, das im Halse stecken bleibt. Eine Komödie um die alte Frage, wer ist normaler als die Normalen?

Not macht erfinderisch - besonders, wenn man ein sehr hohes Alter erreicht hat - und urplötzlich alleine da steht. Auch wenn sich im richtigen Leben nicht jedes Problem so einfach lösen lässt, helfen Mutterwitz und Lebenserfahrung meistens weiter.

Not macht erfinderisch - besonders, wenn man ein sehr hohes Alter erreicht hat - und urplötzlich alleine da steht. Auch wenn sich im richtigen Leben nicht jedes Problem so einfach lösen lässt, helfen Mutterwitz und Lebenserfahrung meistens weiter.

Eine Moorleiche, eine rätselhafte Helferin aus dem Nichts und immer mehr Ereignisse, die kein Zufall sein können. Ungewissheiten, Unerklärliches und das Gefühl von Ausgeliefertsein schaffen ein Geflecht, das sich immer mehr zuzieht.

Dezember

Eine Moorleiche, eine rätselhafte Helferin aus dem Nichts und immer mehr Ereignisse, die kein Zufall sein können. Ungewissheiten, Unerklärliches und das Gefühl von Ausgeliefertsein schaffen ein Geflecht, das sich immer mehr zuzieht.

Die Story von Hans Lenk („Im Westen nichts Neues“) verdient einen eigenen Film. Der in eine junge Mutter (Svenja Jung) in der Ostzone verliebte Mann arbeitet nicht nur hart für den Erfolg im Ruderboot, sondern nimmt es obendrein mit gleich beiden politischen Systemen auf.

Die Story von Hans Lenk („Im Westen nichts Neues“) verdient einen eigenen Film. Der in eine junge Mutter (Svenja Jung) in der Ostzone verliebte Mann arbeitet nicht nur hart für den Erfolg im Ruderboot, sondern nimmt es obendrein mit gleich beiden politischen Systemen auf.

„Szenen einer Ehe“, doch auch wenn man manchmal unweigerlich an den Klassiker denken muss: So hart und unerbittlich geht es hier nie zu. Wie schon „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ oder „In Liebe, Eure Hilde“ geht es in „Alte Liebe“ bewusst ohne dramatische Höhepunkte auf eine amüsante, mitunter auch mal tragische Romanze zu.

„Szenen einer Ehe“, doch auch wenn man manchmal unweigerlich an den Klassiker denken muss: So hart und unerbittlich geht es hier nie zu. Wie schon „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ oder „In Liebe, Eure Hilde“ geht es in „Alte Liebe“ bewusst ohne dramatische Höhepunkte auf eine amüsante, mitunter auch mal tragische Romanze zu.

Werner ist schon ein astreines Arschloch, aber zugleich auch ein Getriebener des Wohlstandsversprechens der Achtzigerjahre. „Ich bekomme niemals eine gehobene Stelle ohne eine vorzeigbare Frau“, entlarvt er sein eigenes Unvermögen; aber dafür leiden muss seine Frau Cornelia, die sich unter seiner Aufsicht auf die Waage stellen soll.

Werner ist schon ein astreines Arschloch, aber zugleich auch ein Getriebener des Wohlstandsversprechens der Achtzigerjahre. „Ich bekomme niemals eine gehobene Stelle ohne eine vorzeigbare Frau“, entlarvt er sein eigenes Unvermögen; aber dafür leiden muss seine Frau Cornelia, die sich unter seiner Aufsicht auf die Waage stellen soll.

Januar

Vorhinweis: Der Bad Lippspringe Filmemacher Peter Schanz präsentiert seinen neuen Film über das Pilgern auf uralten heimischen Pfaden: Der Titel gibt sich bescheiden für eine großartige Idee: Es muss ja nicht gleich Santiago de Compostela sein. Demnächst mehr Informationen hier.

Vorhinweis: Der Bad Lippspringe Filmemacher Peter Schanz präsentiert seinen neuen Film über das Pilgern auf uralten heimischen Pfaden: Der Titel gibt sich bescheiden für eine großartige Idee: Es muss ja nicht gleich Santiago de Compostela sein. Demnächst mehr Informationen hier.