Archiv der Kategorie: Presse

Aktuelle Presseartikel und Archiv

45.000 Besucher im Odins

Astrid Bunse  ist die 45 000. Besucherin in Odins Filmtheater. Die Bad Lippspringerin mag Musik, insbesondere die Bühnenshow und das Talent von Elvis Presley. Das führte sie an einem der heißesten Filmabende des Sommers 2022 in das heimische Kino an der Lippequelle. An der Abendkasse kaufte sie das kleine Ticket mit der laufenden Nummer 45.000 – und wurde von Vorstandsmitglied Reinhard Brockmann begrüßt. Über Sekt und das  Kinoplakat des Abends freute sich die völlig überraschte Bad Lippspringerin.

Sie hatte sich für den Film “Elvis” entschieden. Der Streifen erzählt nicht zum ersten Mal die Lebensgeschichte und den tragischen Tod des US-amerikanischen Superstars der 1960er und 1970er Jahre. Im Blickpunkt der Verfilmung stand die Rolle des Managers, meisterhaft verkörpert von Tom Hanks.

Am Ende des mit fast zweieinhalb Stunden überlangen Films waren die zahlreichen Zuschauer begeistert: meisterhaft und hoch interessant.  Astrid Bunse und weitere Besucher waren sich hinterher  einig: “Elvis hätte ruhig  noch mehr Titel singen können, selbst wenn der Abend noch länger geworden wäre.”

 

Odins Filmtheater als “kultureller Leuchtturm der Region” geehrt

Odins Filmtheater hat einen mit 6000 Euro dotierten Hauptpreis im Wettbewerb um den “WWKULTURPREIS22” errungen. Insgesamt haben Städte und Gemeinden 43 Kulturschaffende für den Wettbewerb nominiert, neun davon kamen in die letzte Runde. Sie bekamen jetzt im Kurtheater Bad Meinberg je einen Hauptpreis von 3.000 bis 10.000 Euro. Die übrigen Nominierten dürfen sich als zweite Sieger fühlen und trugen ebenfalls Preise davon. Die Auswahl traf eine hochkarätig besetzte Jury. 

Beim Anfang des Jahres erstmals ausgeschriebenen WWKULTURPREIS konnten Kulturschaffende aus allen Bereichen dabei sein. Das Vorschlagsrecht lag bei den Kommunen im Geschäftsgebiet von Westfalen Weser (WW). Im  Kurtheater Bad Meinberg wurde Odins Filmtheater ausdrücklich als kulturelles Aushängeschild der Region gewürdigt. „Der Verein zeigt nicht einfach nur Filme“, so die Jury, sondern bietet das gesamte Gemeinschaftserlebnis „Kino“. Damit habe der Verein es geschafft, „wieder einen regelmäßigen Kinobetrieb in die Stadt zurückzuholen.“ Und sie hebt das „umfassende Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Mitglieder, die als Filmvorführer*in arbeiten, an der Kasse Eintrittskarten verkaufen oder die Gäste mit kleinen Leckereien und Getränken versorgen“, hervor. Für die Jury stehe fest: „Ehrenamt funktioniert nicht ohne Leidenschaft, und diese pflegt man hier nicht nur für den Film, sondern auch und gerade für das Kino. Damit schafft der Verein seit fast zwei Jahrzehnten eine solide Insel in der schmelzenden Kinolandschaft.“ 

Kulturschaffende aus allen Bereichen ausgezeichnet
Mit Hauptpreisen ausgezeichnet wurden außerdem: Nora Liebetreu – Stadt Paderborn, das Orange Blossom Special Festival – Stadt Beverungen, Claudia Erler – Samtgemeinde Bodenwerder Polle, Dirk Kaiser – Stadt Bünde, das Cafe und Zimmertheater – Stadt Höxter, “Löhne umsteigen-Der Bahnhof” e.V. – Stadt Löhne, die Dorfjugend Heeßen e.V. – Samtgemeinde Eilsen und der Heimatverein Rödinghausen e.V. – Gemeinde Rödinghausen.
„Die Fülle und Bandbreite der Kulturangebote und Kulturschaffenden, die von ihren Kommunen für den Wettbewerb vorgeschlagen wurden, hat uns völlig begeistert“, freute sich Jürgen Noch, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, bei der Preisverleihung. „Wir sind immer noch überwältigt von der großartigen Resonanz auf unseren neuen WWKULTURPREIS22!“ Das rein kommunale Unternehmen möchte mit dem Wettbewerb dazu beitragen, der Kulturszene in der Region nachhaltig neuen Schwung zu geben, der auch über die kommenden Jahre trägt.

Ungeahnte Fülle und Bandbreite des Kulturangebots
„Kultur bereichert das Leben, inspiriert und verbindet Menschen. Gerade unsere regionale Kultur hat jede Menge zu bieten. Wer große Kultur nur in den Metropolen und Oberzentren sucht, verpasst ziemlich viel“, weiß Carsten Hormes durch seine eigene Tätigkeit. Er ist künstlerischer Leiter beim KulturBüro-OWL, das den Wettbewerb durch seine fachliche Expertise unterstützt. Der Wettbewerb habe gezeigt: Es gibt sehr viele gute Ideen und kreative Köpfe, die unsere Region hervorbringt und auch anziehend macht.

Westfalen Weser möchte diese Projekte, Vereine, Initiativen und Kulturschaffenden ins Rampenlicht rücken. Sie prägen in besonderer Art und Weise die kreative Landschaft und sind Aushängeschilder für eine lebendige kulturelle Vielfalt. Der Jury mit Carmen Emigholz, Mitglied im Vorstand der kulturpolitischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, Staatsrätin für Kultur, Prof. Dr. Beate Flath, Professorin für Eventmanagement, Schwerpunkte Popmusikkulturen und digitale Medienkulturen an der Universität Paderborn, Hans Jacobshagen, Producer für Kabarett und Unterhaltung, Bertram Schulte, ehem. Intendant Stadttheater Minden und Jürgen Noch ist es bei der Premiere des Wettbewerbs gelungen, die ersten verborgenen Schätze der regionalen Kultur zu heben. „Bei der nächsten Ausschreibung Anfang des kommenden Jahres werden wieder neue Aushängeschilder für die kulturelle Vielfalt dabei sein“, ist sich Jürgen Noch ganz sicher.

 

Fairwell, Klaus Rudolph

Odins Filmtheater hat einen treuen Freund verloren. Klaus Rudolph ist im Alter von 74 Jahren verstorben. “Solange es ihm seine Gesundheit erlaubte, hat Klaus als Helfer im Team Tillmann-Jöring fast bis zuletzt seinen Mann gestanden”, erinnert Odins-Vorsitzender Ottokar Fischer an den Verstorbenen. 

Klaus Rudolf gehörte in der Gründungsphase von Odins Filmtheater 2003/04 in seiner Funktion als SPD-Ratsherr zu den wohlwollenden Unterstützern des Projekts. Von der Notwendigkeit eines Kinos in Bad Lippspringe überzeugt, übernahm er schon zwei Jahre später aktiv Verantwortung. Seitdem trug er  im Bereich Kasse und Süße Ecke zum  perfekten  Ablauf der Kinoabende bei. Fischer: “Wir verdanken unserem guten Freund Klaus   sehr viel. Seine menschliche Art und sein Humor haben dem Vereinsleben gut getan. Wir werden gerade das besonders vermissen.”

Im Büro mehr Aerosole als im Kino

Kinos sind besser belüftet als viele Büros. Das hat eine Studie ergeben. Danach ist die Verteilung von Aerosolen in Kinosälen deutlich geringer als in normalen Arbeitsräumen. Das  Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin hat das für den Hauptverband Deutscher Filmtheater HDF untersucht. In der Studie heißt es: “Wird im Kino nur geatmet, liegt die Zahl der eingeatmeten Aerosole selbst bei einem Film mit Überlänge noch deutlich unter der in einem Büro, in dem gesprochen wird”. Hintergrund ist die  völlig anders ausgelegte  Lüftungsart in Sälen. 

In NRW ist gemäß Landesverordnung inzwischen das Abstandsgebot von 1,5  Metern aufgehoben. In Theatern, Konzerthäusern und Lichtspielhäusern mit fester Bestuhlung  ist lediglich die namentliche Erfassung der Besucher und deren Platznummer erforderlich. Der beim Betreten des Kinos weiter erforderliche Mundnasenschutz darf am Platz abgenommen werden. 

Neustarts nichts Neues

Das wegen der Corona-Krise geschlossene Odins Filmtheater plant für den Tag X. „Wir wissen noch nicht, wann genau die Kinos in NRW wieder öffnen dürfen“, sagt Odins-Vorsitzender Ottokar Fischer, „aber mit Neustarts haben wir Erfahrung.“ 

Vor fünf Jahren, Mitte April 2015, wurde das ehrenamtlich geführte Vereinskino schon einmal nach einer Zwangspause wiedereröffnet. Damals ruhte der Kinobetrieb sogar neun Monate. Solange hatte es gedauert, bis 50.000 Euro für die Umstellung auf neueste Digitaltechnik durch großzügige Spender und Zuschüsse aus der Filmförderung zusammengebracht worden waren. Trotz der langen Unterbrechungszeit waren die Stammgäste bald wieder da. Viele wurden sogar zu Fördermitgliedern, um das Kino in Bad Lippspringe zu retten. Deshalb ist der Odins-Vorstand auch relativ zuversichtlich, dass schon bald neues Leben in den Hörsaal des Lippe-Instituts einzieht. 

Bislang gilt eine Vorgabe des Bundes an die Länder, wonach alle Kinos weiter geschlossen bleiben. „Wir würden auch mit reduzierten Zuschauerzahlen und größeren Sitzabständen beginnen,“ sagt Fischer, „dann bliebe eben jeder zweite Platz unbesetzt.“  Wichtig sei, dass es bald erneut losgehe, sagt er, „denn die Menschen wollen wieder gemeinsam großes Kino statt Streaming im einsamen Kämmerlein erleben.“ 

Das Odins verspricht: Wir informieren die Öffentlichkeit so frühzeitig wie es eben geht und freuen uns jetzt schon auf das Wiedersehen mit unseren treuen Zuschauern.

Alle Vorstellungen fallen aus

Odins Filmtheater ist geschlossen. Auf Anordnung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vom Sonntag, 15. März 2020, dient die Maßnahme der Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie. Der entsprechende Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gilt für alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land. Die Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April 2020 gelten.

Gratulation Erika Grobbel

Odins Filmtheater gratuliert Erika Grobbel zum Kulturpreis 2020 der Stadt Bad Lippspringe. Die Preisträgern stand 2003 Pate und ist Mitgründerin des ehrenamtlichen und einzigen Kinos in der Stadt. Sie habe sich um die regionale Kulturförderung besonders verdient gemacht, betonte Bürgermeister Andreas Bee bei der Überreichung der Auszeichnung.

Kulturpreisträgerin Erika Grobbel mit Ex-Bürgermeister Willi Schmidt (links) und Ottokar Fischer, Vorsitzender Odins Filmtheater.

Die Malerin und Kulturpolitikerin gehörte von 1989 bis 2009 dem Rat der Stadt Bad Lippspringe an. Während dieser 20 Jahre war sie lange Zeit Vorsitzende im Kulturausschuss. „Das waren wirklich bewegte und bewegende Jahre”, erinnerte sich Grobbel in einer persönlichen Rückschau an. Neben der Förderung der Kino-Idee, die 2003 mit Hilfe von Bürgermeister Willi Schmidt und Frank Becker (Brackwede) umgesetzt wurde, war sie auch an der Krippenausstellung und der Restaurierung der Burg beteiligt. “Diese Erfolge waren aber nur möglich”, so Grobbel, „weil wir über die Parteigrenzen hinweg immer gut und konstruktiv zusammengearbeitet haben.”

2019 ein gutes Kinojahr

Odins Filmtheater erwartet in diesem Jahr einen neuen Zuschauerrekord. Allein der Film “Der Junge muss an die frische Luft” war im Frühjahr 2019 vielfach ausverkauft. Deshalb soll die Verfilmung der Jugend des Komikers und Buchautoren Hape Kerkeling zu Weihnachten noch einmal ins Programm genommen werden. Das Odins hat seit seinem Start 2003 im Hörsaal des Lippe-Instituts mehr als 1600 Filme gezeigt. Seit 2015 verfügt der Trägerverein mit knapp 50 Mitgliedern über eine eigene Digitaltechnik, die Vorführungen der höchsten Qualitätsstufe erlauben.

Die Vorstellungen freitags und mittwochs werden von vier Teams im Wochenrhythmus mit den Aufgaben Filmtechnik, Kasse und Süße Ecke durchgeführt. Ottokar Fischer: “Ohne unsere aktiven Mitglieder und das MZG, das die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, gäbe es uns nicht.” Ein besonderer Ansporn für alle Beteiligten sei, so Fischer, der 2015 verliehene Kulturpreis der Stadt Bad Lippspringe.

Ticket Nr. 40.000 für eine Kurdame

Odins Filmtheater hat am 14. August seinen 40.000 Besucher begrüßt. Die Überraschung war groß für Inge Rinaldo (84) aus Hannover, als sie die Vorstellung “Der Klavierspieler vom Garde du Nord” besuchte. Beim Kauf der Eintrittskarte im Wert von 6 Euro zeigte die laufende Ticketnummer die magische Zahl “40.000” an. Frau Rinaldo urlaubte als Kurdame zum sechsten Mal in Bad Lippspringe im “Haus Waldfrieden”. Odins Vorsitzender Ottokar Fischer gratulierte dem Jubiläumsgast und überreichte ein Wohlfühlpaket für zwei Personen mit Freikarten und Piccolo als besonderen Gruß.

Das passte genau, denn die Jubiläumsbesucherin kam auf Anregung ihrer Mitreisenden Erika Zimmermann (80) in Odins Filmtheater. “Meine Freundin wollte unbedingt den “Klavierspieler vom Gare du Nord” sehen”, sagte Inge Rinaldo. Die Geschichte eines unentdecktes Musiktalents aus einer Pariser Sozialsiedlung ist typisch für das Programm im Odins. Menschliche Schicksale, französische Komödien und deutscher Film sind ein Markenzeichen des ehrenamtlich geführten Kleinkinos an der Lippequelle.