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44.000 Besucher im Odins

Die Zuschauerzahlen in Odins Filmtheater ziehen langsam wieder an. Petra und Bernd Stangl waren Anfang Februar die Kinogäste Nummer 44.000 und 44. 001 seit der Gründung 2003. Das Bad Lippspringer Ehepaar hatte sich für den Film “À la Carte” entschieden – und bekam von Vorstandsmitglied Monika Fischer noch einen Piccolo dazu.

In der inzwischen zwei Jahre anhaltenden Corona-Pandemie ist der Kinobesuch  durch monatelange Schließungen, Maskenpflicht und große Vorsicht seitens des Publikums erheblich zurückgegangen. Seit Einführung der 2-G-Regel im Spätherbst 2021  beobachten die aktiven Mitglieder des Kinovereins wieder eine langsame, aber spürbare Rückkehr der Gäste.

Bei der obligatorischen Prüfung von Impfstatus und Personalausweis am Kinoeingang begrüßt die große Mehrheit der Besucher die konsequente Einhaltung aller Schutzbestimmungen. Kontrolleur Reinhard Brockmann: “Nicht ein einziger Besucher hat bis heute  den elektronischen CovPassCheck verweigert. Im Gegenteil: Nach unseren Beobachtungen sind 98 Prozent aller Zuschauer  mindestens dreimal geimpft – und sie sind stolz darauf.”

Gründe für das  langsam wieder anziehende Interesse, sich einen schönen Kinoabend zu gönnen,  sehen die Kinomacher in ihrem Durchhaltevermögen. Wann immer in den vergangenen 24 Monaten die Behörden Kinobetrieb erlaubten, wurden in Bad Lippspringe  Vorstellungen angeboten. Inzwischen ist die durchschnittliche Besucherzahl pro Vorstellung wieder auf 15 bis 25 gestiegen.  In “normalen” Jahren lag die Auslastung zwei- bis dreimal so hoch. Auch künftig werden die Gäste bei  100 festen Plätzen im Kinosaal  noch erhebliche Abstände zu den übrigen Besuchern einhalten können.

Fazit aus Sicht von Odins Filmtheater: Gerade in Pandemiezeiten hat sich der seit 2003 geltende Grundsatz bewährt:  “Wenn auch nur eine Kinokarte verkauft wird, wird der Film gezeigt”

Extravorstellung “Corona Cowboys”

Wegen des großen Erfolgs wird der  Film “Corona-Cowboys – Powern statt versauern” demnächst noch einmal gezeigt. Dank der  Eigenproduktion von   Filmemacher Peter Schanz  gelang der Neustart von Odins Filmtheater am 6. und 11. August furios. Leider konnten nicht alle Interessenten den lang erwarteten Streifen sehen. Die zum Starttermin geltenden  Corona-Auflagen bedingten eine begrenzte Sitzplatzzahl. Der  Termin der geplanten Sondervorstellung wird in Kürze hier  bekanntgegeben.

 

Corona Cowboys im Odins

“Powern statt versauern” lautet das Motto der  Filmemacher Peter und Antje Schanz. Zusammen mit Kreativen, Musikern und Event-Managern haben sie  im Lockdown den Befreiungsschlag gewagt. Ja, einen Western kann man auch in Nordrhein-Westfalen drehen. Odins Filmtheater ist bei der Premiere, voraussichtlich zum Jahresanfang 2021 dabei. Hier schon mal ein Vorgeschmack.

Zum Trailer:

Fairwell, Klaus Rudolph

Odins Filmtheater hat einen treuen Freund verloren. Klaus Rudolph ist im Alter von 74 Jahren verstorben. “Solange es ihm seine Gesundheit erlaubte, hat Klaus als Helfer im Team Tillmann-Jöring fast bis zuletzt seinen Mann gestanden”, erinnert Odins-Vorsitzender Ottokar Fischer an den Verstorbenen. 

Klaus Rudolf gehörte in der Gründungsphase von Odins Filmtheater 2003/04 in seiner Funktion als SPD-Ratsherr zu den wohlwollenden Unterstützern des Projekts. Von der Notwendigkeit eines Kinos in Bad Lippspringe überzeugt, übernahm er schon zwei Jahre später aktiv Verantwortung. Seitdem trug er  im Bereich Kasse und Süße Ecke zum  perfekten  Ablauf der Kinoabende bei. Fischer: “Wir verdanken unserem guten Freund Klaus   sehr viel. Seine menschliche Art und sein Humor haben dem Vereinsleben gut getan. Wir werden gerade das besonders vermissen.”

Im Büro mehr Aerosole als im Kino

Kinos sind besser belüftet als viele Büros. Das hat eine Studie ergeben. Danach ist die Verteilung von Aerosolen in Kinosälen deutlich geringer als in normalen Arbeitsräumen. Das  Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin hat das für den Hauptverband Deutscher Filmtheater HDF untersucht. In der Studie heißt es: “Wird im Kino nur geatmet, liegt die Zahl der eingeatmeten Aerosole selbst bei einem Film mit Überlänge noch deutlich unter der in einem Büro, in dem gesprochen wird”. Hintergrund ist die  völlig anders ausgelegte  Lüftungsart in Sälen. 

In NRW ist gemäß Landesverordnung inzwischen das Abstandsgebot von 1,5  Metern aufgehoben. In Theatern, Konzerthäusern und Lichtspielhäusern mit fester Bestuhlung  ist lediglich die namentliche Erfassung der Besucher und deren Platznummer erforderlich. Der beim Betreten des Kinos weiter erforderliche Mundnasenschutz darf am Platz abgenommen werden. 

Neustarts nichts Neues

Das wegen der Corona-Krise geschlossene Odins Filmtheater plant für den Tag X. „Wir wissen noch nicht, wann genau die Kinos in NRW wieder öffnen dürfen“, sagt Odins-Vorsitzender Ottokar Fischer, „aber mit Neustarts haben wir Erfahrung.“ 

Vor fünf Jahren, Mitte April 2015, wurde das ehrenamtlich geführte Vereinskino schon einmal nach einer Zwangspause wiedereröffnet. Damals ruhte der Kinobetrieb sogar neun Monate. Solange hatte es gedauert, bis 50.000 Euro für die Umstellung auf neueste Digitaltechnik durch großzügige Spender und Zuschüsse aus der Filmförderung zusammengebracht worden waren. Trotz der langen Unterbrechungszeit waren die Stammgäste bald wieder da. Viele wurden sogar zu Fördermitgliedern, um das Kino in Bad Lippspringe zu retten. Deshalb ist der Odins-Vorstand auch relativ zuversichtlich, dass schon bald neues Leben in den Hörsaal des Lippe-Instituts einzieht. 

Bislang gilt eine Vorgabe des Bundes an die Länder, wonach alle Kinos weiter geschlossen bleiben. „Wir würden auch mit reduzierten Zuschauerzahlen und größeren Sitzabständen beginnen,“ sagt Fischer, „dann bliebe eben jeder zweite Platz unbesetzt.“  Wichtig sei, dass es bald erneut losgehe, sagt er, „denn die Menschen wollen wieder gemeinsam großes Kino statt Streaming im einsamen Kämmerlein erleben.“ 

Das Odins verspricht: Wir informieren die Öffentlichkeit so frühzeitig wie es eben geht und freuen uns jetzt schon auf das Wiedersehen mit unseren treuen Zuschauern.

Alle Vorstellungen fallen aus

Odins Filmtheater ist geschlossen. Auf Anordnung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vom Sonntag, 15. März 2020, dient die Maßnahme der Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie. Der entsprechende Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gilt für alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land. Die Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April 2020 gelten.

Gratulation Erika Grobbel

Odins Filmtheater gratuliert Erika Grobbel zum Kulturpreis 2020 der Stadt Bad Lippspringe. Die Preisträgern stand 2003 Pate und ist Mitgründerin des ehrenamtlichen und einzigen Kinos in der Stadt. Sie habe sich um die regionale Kulturförderung besonders verdient gemacht, betonte Bürgermeister Andreas Bee bei der Überreichung der Auszeichnung.

Kulturpreisträgerin Erika Grobbel mit Ex-Bürgermeister Willi Schmidt (links) und Ottokar Fischer, Vorsitzender Odins Filmtheater.

Die Malerin und Kulturpolitikerin gehörte von 1989 bis 2009 dem Rat der Stadt Bad Lippspringe an. Während dieser 20 Jahre war sie lange Zeit Vorsitzende im Kulturausschuss. „Das waren wirklich bewegte und bewegende Jahre”, erinnerte sich Grobbel in einer persönlichen Rückschau an. Neben der Förderung der Kino-Idee, die 2003 mit Hilfe von Bürgermeister Willi Schmidt und Frank Becker (Brackwede) umgesetzt wurde, war sie auch an der Krippenausstellung und der Restaurierung der Burg beteiligt. “Diese Erfolge waren aber nur möglich”, so Grobbel, „weil wir über die Parteigrenzen hinweg immer gut und konstruktiv zusammengearbeitet haben.”

2019 ein gutes Kinojahr

Odins Filmtheater erwartet in diesem Jahr einen neuen Zuschauerrekord. Allein der Film “Der Junge muss an die frische Luft” war im Frühjahr 2019 vielfach ausverkauft. Deshalb soll die Verfilmung der Jugend des Komikers und Buchautoren Hape Kerkeling zu Weihnachten noch einmal ins Programm genommen werden. Das Odins hat seit seinem Start 2003 im Hörsaal des Lippe-Instituts mehr als 1600 Filme gezeigt. Seit 2015 verfügt der Trägerverein mit knapp 50 Mitgliedern über eine eigene Digitaltechnik, die Vorführungen der höchsten Qualitätsstufe erlauben.

Die Vorstellungen freitags und mittwochs werden von vier Teams im Wochenrhythmus mit den Aufgaben Filmtechnik, Kasse und Süße Ecke durchgeführt. Ottokar Fischer: “Ohne unsere aktiven Mitglieder und das MZG, das die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, gäbe es uns nicht.” Ein besonderer Ansporn für alle Beteiligten sei, so Fischer, der 2015 verliehene Kulturpreis der Stadt Bad Lippspringe.