Vor zehn Jahren, am 13. April 2015, ist Odins-Filmtheater e.V. Bad Lippspringe ins digitale Zeitalter gestartet. Nach dem Ende der großen Filmrollen aus Zelluloid stand das 2003 gegründete Kino vor dem Aus. Dem ehrenamtlich geführten Kino drohte die Schließung.
Um weiterzumachen, waren zahlreiche Schritte erforderlich. Aus dem Club „Odins Filmfreunde“ wurde der eingetragene Verein „Odins Filmtheater Bad Lippspringe e.V.“. „Nur so können wir die Umstellung auf die teure Digitaltechnik schaffen und den Filmbetrieb möglichst bald wiederaufnehmen“, sagte Ottokar Fischer bei einer von mehreren Krisensitzungen. Sobald die Eintragung im Vereinsregister vorliege, könnten Anträge auf öffentliche Zuschüsse für die 60.000 Euro teure Modernisierung gestellt werden. Neben den zwei Vorsitzenden Ottokar Fischer und Reinhard Brockmann (Stellvertreter) wurden bei der Gründungsversammlung gewählt: Schatzmeisterin Manuela Fischer, Schriftführerin Monika Stappert, Beisitzer Monika Fischer und Hans Schwamborn. Das Team amtiert bis heute in unveränderter Form.
Zeitgleich zeigten sich einige Bad Lippspringer Geschäftsleute großzügig und sagten respektable Großspenden zu, die den Kinofreunden neuen Mut machten. Zugleich ging es darum, möglichst viele fördernde Mitglieder mit einem doppelten Jahresbeitrag von 48 Euro zu gewinnen. Tatsächlich erwies sich das seit 2003 gewonnene Stammpublikum als ausgesprochen hilfsbereit.
Alle waren überzeugt, dass die Stadt einfach ein Kino bräuchte. Ältere Lippspringer Bürger erinnerten bei der Gelegenheit an das letzte kommerzielle Kino in der Stadt, das leider 1976 schließen musste. Darüberhinaus gab es tatkräftige und finanziell große Unterstützung von der Stadt Bad Lippspringe und dem Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG).
Den Weg aus der Krise markierte die Anschaffung eines Projektors vom Typ NEC NC900C mit Achtkanal-Tonanlage. Die technische Ausstattung gilt als perfekte digitale Projektionslösung für mittelgroße Leinwände wie im Odins Filmtheater mit dem Format 6,00 x 2,50 Meter bei einer Projektionsentfernung von 11,8 Metern.Das Gerät wird eingesetzt in Programmkinos, mobilen Kinos und in Universitäten. Die Filmvorführer im Odins-Team sind unverändert überzeugt: „Unser Projektor läuft wie am ersten Tag und hat fast noch nie von sich aus schlapp gemacht. So soll es bleiben.“
Das Bild oben zeigt den Gründungsvorstand und seine wichtigsten Unterstützer aus Stadtspitze und MZG, von links nach rechts: Burkhard Blienert (SPD-Bundestagsabgeordneter mit besten Kontakten zur Filmförderanstalt), MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer, die Vorstandsmitglieder Monika Stappert, Hans Schwamborn, Manuela Fischer, Reinhard Brockmann, Monika Fischer, Ottokar Fischer, und der damalige Bürgermeister Andreas Bee.
Foto: Manfred Friedrich